Herbert Dorfmann hätte für ACTA gestimmt, heißt es in den “Dolomiten” (12./13. Mai 2012); also wird er wohl dafür stimmen, sollte es doch noch zu einer Abstimmung kommen. Insoweit nichts Neues. Anscheinend hat er sich das bekannte Video zu ACTA angesehen, denn er bezieht sich in seinen Äußerungen oft auf dieses Video. Nur scheint er den Inhalt in wesentlichen Teilen nicht verstanden zu haben. So heißt es in den Dolomiten:
In einem Werbefilm heißt es zu Acta, das Kopieren eines Dokuments könne gar keinen Diebstahl darstellen, weil das Original ja noch erhalten bleibe. “Skurril” konstatiert Dorfmann.
Wenn ich einen Diebstahl verübe, dann hat der Betroffene nachher das Gestohlene nicht mehr in seinem Besitz. Der klassische Begriff “Diebstahl” funktioniert also für das Kopieren eines Dokument und etc. nicht. Um das zu verstehen, muss man wirklich nicht sonderlich intelligent sein. Dorfmann sollte sich das Video mal ohne Vorurteile ansehen. So hinterlassen seine Aussagen den Eindruck, dass er erstens nicht wirklich verstanden hat, um was es geht, und zweitens, dass das Video möglicherweise seine einzige ACTA-kritische Informationsquelle ist, mit der er sich (oberflächlich?) beschäftigt hat. Ich mein, auch Wikipedia bringt zu ACTA ja schon viele Informationen und vertiefende Links. Ist’s zuviel verlangt?
